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Logistikbasis der Armee

„Ich habe grossen Respekt für die Arbeit unserer Soldaten hier“

Interview Kdt Stabskp Spit Bat 2
Major Herbert Brusorio
Kdt Stabskp Spit Bat 2

Einsatz im Armeelager für Behinderte in Fiesch/VS

Interview mit dem Kdt Stabskp Spit Bat 2

Major Herbert Brusorio ist seit 2003 Kommandant der Stabskompanie (Stab Kp) des Spitalbataillons 2 (Spit Bat 2). Zusammen mit seiner Kompanie organisiert er die gesamte Logistik (Zutrittskontrolle, Verpflegung, Transporte, Feldpost- und Kurierdienst, Sanität, Reinigung, Aufbau der Infrastruktur, Erstellung und Betrieb der Telekommunikationsmittel) für das Spit Bat 2.

Dieses stand 2010 während rund drei Wochen für das Armeelager für Behinderte in Fiesch/VS im Einsatz. Im Gespräch mit der Kommunikation LBA erzählt Maj Brusorio von seinen Eindrücken.

 

Maj Brusorio, wie steht es um die Motivation der Truppe nach den zwei Wochen Regen?

Die Sonne ist eben rausgekommen (lacht). Das heisst, die Motivation kann nur besser werden. Aber nein, im Ernst, die Motivation ist gut bei uns.

Was waren Ihre Aufgaben?

Meine Hauptaufgabe bestand darin, das Spit Bat 2 (Spitalbataillon) so zu unterstützen, dass dieses seine Arbeit, nämlich die Betreuung und Pflege der behinderten Gäste wahrnehmen konnte. Diese 34 Gäste verbringen hier in Fiesch zwei Ferienwochen unter Begleitung von medizinischem und pflegerischem Fachpersonal aus unserem Spit Bat 2.

Sie leisten bereits zum zweiten Mal Ihren WK an einem Armeelager für Behinderte. Erleben Sie ihn anders als beim ersten Mal?

Ich war gelassener, da ich wusste, was mich erwartet, ganz im Gegensatz zum ersten Mal. Bei meinem ersten Einsatz 2005, konnte ich mir den zwischenmenschlichen Aspekt nicht so richtig vorstellen. Ich hatte fast etwas Angst um unsere Soldaten, da nicht alle von ihnen im zivilen Leben in der professionellen Pflege arbeiten. Das hat sich aber schnell gelegt, denn die Zusammenarbeit hat problemlos funktioniert. Aber ich habe auch heute noch grossen Respekt für unsere Soldaten, da diese in der Rekrutenschule nicht lernen, mit behinderten Menschen umzugehen. Die militärische Doktrin beruht auf der Pflege von Verletzten und nicht von körperlich behinderten Menschen.

Was war die grösste Herausforderung bei Ihrem Einsatz? 

Die grösste Herausforderung war die Fassung des Einsatz- und Sanitäts-Materials, welches nicht vollständig war. Ich mache die Triage des Materials für alle, z.B. für die Küche, den Transport etc. und muss dafür sorgen, dass die Leute mit dem vorhandenen Material arbeiten können. Das ist manchmal schwierig, wenn nicht alles oder nicht genügend da ist.

Und der schönste Moment bis jetzt? 

Die schönsten Momente sind diejenigen mit meinen Kameraden, in denen wir über Gott und die Welt sprechen oder auch mal ein Spiel spielen. Diese zwischenmenschlichen Kontakte geben mir viel.

Dies ist Ihr letzter WK als Kdt, was haben Sie als Nächstes vor? 

Ich leiste gerne Militärdienst und habe die Rekrutenschule als Mechaniker für sanitäre Anlagen absolviert und seither immer in den Sanitätstruppen gearbeitet. Ich möchte gerne weitermachen, vielleicht in einer anderen Funktion. Es kommt ganz darauf an, was man mir anbietet.

 

Material aus der Apotheke für das Armeelager. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Material aus der Apotheke für das Armeelager.
Robert Carlen, Mitarbeiter der Aussenstelle Gluringen des Infrastruktur-Centers Andermatt ist für den Unterhalt der Trp-Unterkunft der Stabskompanie zuständig.  (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Robert Carlen, Mitarbeiter der Aussenstelle Gluringen des Infrastruktur-Centers Andermatt ist für den Unterhalt der Trp-Unterkunft der Stabskompanie zuständig.
Maj Brusorio, Maj, links, zusammen mit dem Kdt des Spit Bat 2, Micha Freudweiler, Oberstlt im Gst.  (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Maj Brusorio, Maj, links, zusammen mit dem Kdt des Spit Bat 2, Micha Freudweiler, Oberstlt im Gst.
Maj Brusorio kontrolliert das Material. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Maj Brusorio kontrolliert das Material.
Der Kdt Brusorio bei der Lagebesprechung mit Maj Nicolas Wiedmer, C Pharma des Bat. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Der Kdt Brusorio bei der Lagebesprechung mit Maj Nicolas Wiedmer, C Pharma des Bat.
Zeitgleich mit dem Armeelager findet die WM 2010 statt, mit grossen Fans der CH-Nationalmannschaft unter den Gästen. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Zeitgleich mit dem Armeelager findet die WM 2010 statt, mit grossen Fans der CH-Nationalmannschaft unter den Gästen.
Teile des benötigten Materials. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Teile des benötigten Materials.
Ordnung muss sein! (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Ordnung muss sein!

 

 

 

 

 

 

Verbandsabzeichen Bat hôp 2

Zur Person:


Hubert Brusorio, 31-jährig, aus Faido/TI, ist seit 2005 Kommandant der Stabskompanie des Spitalbataillons 2. Im zivilen Leben ist Herbert Brusorio Polizist bei der Kantonspolizei Tessin. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Lugano.

 

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