Kompetenzzentrum für Militär- und Katastrophenmedizin – SAMK
Die Geschäftsstelle SAMK bezweckt der Armee und den beteiligten Institutionen genügend schweizerische Militärärzte und Sanitätsoffiziere in anderen akademischen Medizinalberufen zur Verfügung zu stellen.
Es verbessert die Weiter- und Fortbildung dieser Berufsgruppen und sorgt für eine optimale Koordination zwischen Studium und Militärdienstleistung. Kurse und Ausbildungsaufenthalte (national und international) sind ebenso vorgesehen wie die Förderung der Möglichkeiten zu militär- und katastrophenmedizinischer Forschung.
Diese Massnahmen beginnen mit oder schon vor dem Studium mit einer Information der Studienanfänger für Medizinalberufe, dies mit Unterstützung der an den Fakultäten tätigen Verbindungsoffiziere zur Armee. In den während des Studiums geleisteten militärischen Ausbildungsdiensten werden praktische medizinische Ausbildungsinhalte instruiert, die von den Fakultäten validiert werden.
Das Kompetenzzentrum für Militär- und Katastrophenmedizin – SAMK wird interdepartemental (VBS, EDA, EDI) und interkantonal getragen. Das Zentrum wird unter anderem unterstützt durch die Schweizerische Medizinische Interfakultätskommission, das Schweizerische Rote Kreuz, durch die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH und durch H+ (Spitäler der Schweiz). Zurzeit beteiligen sich daran die Universitäten Basel (Anästhesie und Reanimation), Bern (Innere Medizin, Infektiologie), Genf (Chirurgie), Lausanne (Katastrophenmedizin und -management) und Zürich (Katastrophen- und Wehrpsychiatrie). Diese Fachzentren stellen je einen Militärarzt oder Assistenzarzt auf Kosten der SAMK an. Sie bilden diesen in seiner Spezialität aus. Sie verpflichten sich zudem, Kurse in ihrem Spezialgebiet zu organisieren, und bei Bedarf Medizinalpersonal für Kriseneinsätze und als Instruktoren in Kursen zur Verfügung zu stellen.
Administrativ ist das Kompetenzzentrum dem Beauftragten des KSD unterstellt. Es besteht aus einem Direktionsrat (mit einem wissenschaftlichen Beirat), einem Dekanat, zurzeit fünf primären Fachzentren an den fünf Universitätsspitälern und sechs sekundären Fachzentren für die Bereiche Telemedizin und Bildungstechnologie, Pflege, Transfusionswesen, Zahnmedizin und Kieferchirurgie und medizinische B-Abwehr. Vizepräsident ist der Delegierte für humanitäre Hilfe und Chef des Korps für humanitäre Hilfe als Vertreter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sowie des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Der Direktionsrat besteht unter anderem aus Vertretern der wichtigsten zivilen und militärischen Partnerorganisationen.
Für das Dekanat arbeiten Angehörige der LBA – Sanität. Das Dekanat leitet die SAMK und stellt die Verbindungen her zwischen den Fachzentren, den beteiligten Partnerorganisationen und den Benutzern und Anbietern von Dienstleistungen.
Die Nachdiplomausbildung der Militärärzte und der Angehörigen anderer Medizinalberufe bis zum Leutnant/Oberleutnant sieht vor, dass bestimmte Ausbildungsspitäler die erforderlichen Ausbildungsplätze für die Ausbildung in Allgemein- und Notfallmedizin bereitstellen. Ein Teil dieser Spitalausbildung wird als Militärdienst angerechnet (siehe «Weiterbildung SAMK 9+3»).
Stellt sich ein Angehöriger eines Medizinalberufes zur weiteren Ausbildung zum Hauptmann oder zu einem höheren Grad zur Verfügung, werden ihm Ausbildungsaufenthalte in seiner Spezialität und der Besuch verschiedener von der Armee und der SAMK organisierter Kurse ermöglicht, dies in umso höherem Ausmass, als seine Leistungen für die Armee zunehmen.
Wir sind für Sie da!
| Geschäftsstelle SAMK: | Funktion | Telefon | Fax |
|---|---|---|---|
| von Vigier Rodo, Dr. med. | Direktor SAMK ai | +41 31 324 27 23 | +41 31 323 71 97 |
| Oberholzer Martin, Prof. Dr. med. Dr. h.c. | Dekan SAMK |
Kontakt
Zuletzt aktualisiert am: 12.12.2011
Telemedizin
Die Umsetzung von Telemedizin in der Armee ist ein Teilprojekt der SAMK.
Unter Telemedizin versteht man die Technik die es erlaubt, medizinische Daten, also Texte, Tabellen, Befunde sowie Bilder, über grosse Entfernungen hinweg elektronisch auszutauschen bzw. zu versenden, um eine diagnostische oder therapeutische Interaktion zu ermöglichen. Ebenso ermöglicht diese Technik einem Patienten, medizinische (ärztliche Behandlung) auf Distanz zu erhalten.
Aufgrund der modernen Kommunikationstechnologie ist es mittlerweile möglich, Röntgenbilder, CT-Bilder, MRI-Bilder, Laborbefunde, EKG u.a. in sehr guter Qualität, beispielsweise an andere Experten weltweit zu übermitteln, um sich mit ihnen interaktiv zu besprechen.
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