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Logistikbasis der Armee

KSD in Kürze

Was versteht man unter «Koordinierter Sanitätsdienst (KSD)»?

Im Hinblick auf die Prävention und Bewältigung von ausserordentlichen Ereignissen und Katastrophen ist die Koordination von sanitätsdienstlichen Mitteln und Massnahmen wichtig. Ziel der Koordination ist es, die Patienten auch in solchen Lagen bestmöglich sanitätsdienstlich zu versorgen.

Beim Koordinierten Sanitätsdienst (KSD) geht es in erster Linie um die partnerschaftliche Zusammenarbeit unter verschiedensten Organisationen und Institutionen, sobald die im Alltag vorhandenen Mittel des öffentlichen Gesundheitswesens zur Bewältigung eines Ereignisses nicht mehr ausreichen. Die Geschäftsstelle Koordinierter Sanitätsdienst (KSD) bildet dabei mit dem Beauftragten des Bundesrates für den KSD das Kompetenzzentrum des Bundes zur Koordination dieser sanitätsdienstlichen Partner im Gesundheitswesen. Aufgabe dieses Kompetenzzentrums ist die stufengerechte Koordination des Einsatzes und die Nutzung der personellen, materiellen und einrichtungsmässigen Mittel der zivilen und militärischen Stellen, die mit der Planung, Vorbereitung und Durchführung von sanitätsdienstlichen Massnahmen beauftragt sind. Falls es die Lage erfordert, können zudem die strategischen Reserven auf Stufe Bund im Sanitätsbereich der Armee durch die Konstellation Oberfeldarzt/Beauftragter KSD direkt zum Einsatz gelangen.

Der Koordinierte Sanitätsdienst ist ein unverzichtbarer Beitrag zum Schutz und für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung.

Ein Patient wird behandelt. (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Welchen Nutzen bringt der KSD?

Bei einer Katastrophe kann sich die Schweizer Bevölkerung darauf verlassen, dass die Hilfeleistung durch professionelle Einsatzkräfte rasch, effizient und mit modernsten technischen Mitteln erfolgt und die Patienten so lange wie möglich nach den Grundsätzen der Individualmedizin versorgt werden.

Das Kompetenzzentrum des Bundes zur Koordination der sanitätsdienstlichen Partner sorgt dafür, dass Veränderungen im Gesundheitswesen und in der Bedrohungslage (neue Gefahren, Krankheiten, Weltpolitik) rascher erkannt, analysiert und Massnahmen umgehend eingeleitet werden. Die Bevölkerung kann dadurch gelassener mit sanitätsdienstlichen Bedrohungen und ausserordentlichen Situationen umgehen, weil sie weiss, wohin sie sich mit konkreten Fragen wenden kann.
Patientenversorgung Zug (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Welche Erwartungen hat die Bevölkerung?

Die Bevölkerung verlässt sich auch in einer ausserordentlichen Lage auf eine jederzeit bestmögliche sanitätsdienstliche Versorgung.

Können diese Erwartungen erfüllt werden, wenn bereits heute bekannt ist, dass im Normalfall (Alltag)
• sowohl einige Abteilungen von Spitälern als auch einzelne Spitäler geschlossen sind?
• vielerorts Pflegenotstand herrscht?
• mit «just in time» nur noch minime Vorräte an Medikamenten und Sanitätsmaterial vorrätig sind?
... und wie sieht es erst in einer besonderen oder ausserordentlichen Lage aus?
Patientenversorgung (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Der KSD ist auch in Zukunft notwendig!

Wurde der KSD vor wenigen Jahrzehnten auf Grund der damaligen Bedrohungslage vor allem im Hinblick auf kriegerische Ereignisse vorbereitet, haben gerade auch unerwartete Grossereignisse (Lawinen, Erdbeben, AKW-Gau, Terroranschläge, Epidemien usw.) unmissverständlich gezeigt, dass es oft nur wenige Sekunden dauert, um aus der im Alltag gewohnten und bestens eingespielten Versorgung plötzlich mit einer besonderen oder ausserordentlichen Lage konfrontiert zu sein.

Die Wahrscheinlichkeit kann noch so klein sein: ein besonderes/ausserordentliches Ereignis kann schon morgen eintreffen! Mit der Ausweitung des Bedrohungsspektrums haben sich auch die Anforderungen an die Bewältigung dieser strategischen Herausforderungen verändert. Ereignisse wie Hochwasser, Epidemien, Schadenfälle im Bereich Kritischer Infrastrukturen oder Terroranschläge können uns jederzeit und überall treffen. Solche Ereignisse können sehr rasch eine umfassende Koordination über alle föderalen Ebenen, aber auch mit nicht staatlichen Akteuren im Rahmen öffentlicher-privater Partnerschaften erforderlich machen. Die vielfältigen Tätigkeiten des KSD sind deshalb auch in Zukunft notwendig! Es darf also nicht passieren, dass wir unvorbereitet «erwischt» werden.

 

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Für Fragen zu dieser Seite: Koordinierter Sanitätsdienst (KSD)
Zuletzt aktualisiert am: 11.04.2011
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