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Logistikbasis der Armee

Persönliche Leihwaffe

Persönliche Leihwaffen dürfen im Rahmen des Schiesswesens ausser Dienst abgegeben werden an:

    • Schweizerinnen und Schweizer mit Wohnsitz in der Schweiz;

    • Ausländerinnen und Ausländer mit Niederlassungsbewilligung für die Dauer des Amtes als Schützenmeisterin oder Schützenmeister beziehungsweise als Jungschützenleiterin oder Jungschützenleiter. 

Die Abgabe von Leihwaffen erfolgt durch die Retablierungsstellen der Logistikbasis der Armee und nur an Personen, die an der entsprechenden Waffe ausgebildet worden sind. Als an der entsprechenden Waffe ausgebildet gilt, wer:

    • mit dem Stgw 90 bzw. der Pistole 75 ausgerüstet wenigstens 45 Tage in einer Rekrutenschule oder 35 Tage in einem Grundausbildungsdienst der Kaderanwärter und Kader geleistet hat;

    • einen Ausbildungsdienst geleistet hat, in dessen Verlauf die betreffende Formation auf das Stgw 90 bzw. die Pistole 75 umgerüstet worden ist; 

    • später mit der Waffe ausgerüstet wurde und einen Wiederholungskurs geleistet hat; 

    • einen Schiesskurs mit dem Stgw 90 bzw. der Pistole 75 absolviert hat; 

    • eine schriftliche Bestätigung der Präsidentin oder des Präsidenten seines Schiessvereins über die Ausbildung in der Handhabung und im Schiessen mit dieser Waffe vorweisen kann.

Vor der Abgabe einer Leihwaffe bzw. Belassung der bisherigen persönlichen Waffe als Leihwaffe, ist anhand des Dienst- und Schiessbüchleins bzw. des militärischen Leistungsausweises zu überprüfen, ob die Abgabebedingungen erfüllt sind.
Empfänger von Leihwaffen, die nicht in der Armee eingeteilt sind, haben einen Waffenerwerbschein vorzulegen.

 

Leihwaffentypen
Seit dem 1. Januar 2010 werden nur noch das Sturmgewehr 90 und die Pistole 75 als Leihwaffen abgegeben.

 

Sturmgewehr 57,  Ueberlassung zu Eigentum
Anlässlich der Leihwaffenkontrolle mit Kontrollpflicht in den Jahren 2010, 2011 und 2012 endet das Leihverhältnis. Besitzer einer Leihwaffe Sturmgewehr 57 werden im Jahr der Kontrollpflicht detailiert informiert.

Der Schütze hat die Möglichkeit mit einem gültigen Waffenerwerbschein die Leihwaffe in sein Eigentum zu übernehmen. Vor der Ueberlassung muss das Sturmgewehr 57 zur halbautomatischen Einzelfeuerwaffe  geändert werden. Wird die Waffe nicht ins Eigentum übernommen, erfolgt der sofortige Rückzug. Die Kostenbeteiligung (Entschädigung zum Änderungsaufwand) beträgt Fr. 60.--.

Nach der Überlassung ins Eigentum:

    • müssen keine Schiessbedingungen mehr erfüllt werden; 

    • der Nachweis über die Tätigkeit als Schützenmeisterin / Schützenmeister entfällt; 

    • anlässlich der Ueberlassung zu Eigentum werden keine Reparaturen mehr ausgeführt, wenn nicht die Sicherheit oder die Funktion der Waffe tangiert wird; 

    • Reparaturen an Eigentumswaffen werden nicht mehr durch die Logistik-Center / Retablierungstellen ausgeführt. 

Die Überlassung der Leihwaffe Sturmgewehr 57 ins Eigentum erfolgt anlässlich der nächsten Leihwaffenkontrolle, oder bei persönlicher Vorsprache des Leihwaffenbesitzers.
Es besteht die Möglichkeit zum Fassen einer Leihwaffe Sturmgewehr 90. Diesbezüglich müssen die allgemeinen Bedingungen erfüllt sein und es ist ein Ausbildungsnachweis vorzulegen.


 

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